{"id":578,"date":"2026-10-06T23:09:31","date_gmt":"2026-10-06T21:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/?p=578"},"modified":"2026-10-06T23:18:41","modified_gmt":"2026-10-06T21:18:41","slug":"koeln-halbmarathon-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/koeln-halbmarathon-2026\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln Halbmarathon 2026"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6lner Halbmarathon 2026 \u2013 All in or nothing<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6:00 Uhr. Der Wecker klingelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel. Zu. Fr\u00fch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich torkele noch halb benommen in die K\u00fcche und versuche meinem K\u00f6rper irgendwie zu erkl\u00e4ren, warum wir zu einer Uhrzeit aufstehen, zu der an einem Sonntag eigentlich niemand freiwillig aufstehen sollte. Toast mit Nutella und Banane. Fr\u00fchst\u00fcck der Champions. Oder zumindest eines Menschen, der gleich 21,1 Kilometer ziemlich schnell durch K\u00f6ln laufen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.14.02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-584\" style=\"aspect-ratio:1.7762442335821176;width:300px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.14.02.jpg 1000w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.14.02-300x169.jpg 300w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.14.02-767x432.jpg 767w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Gl\u00fcck habe ich am Abend vorher schon alles vorbereitet. Also Tasche schnappen und raus zur Bahn. Drau\u00dfen ist es noch stockdunkel. An der Haltestelle herrscht trotzdem schon \u00fcberraschend viel Leben. Laufschuhe, Sporttaschen, nerv\u00f6se Gesichter. Offenbar bin ich nicht der Einzige, der diese fragw\u00fcrdige Entscheidung getroffen hat. Weitere L\u00e4ufer warten auf die Linie 18, um Richtung Dom und Zielbereich zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und tats\u00e4chlich: Die KVB kommt p\u00fcnktlich. Ausgerechnet heute.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.47.00.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-583\" style=\"aspect-ratio:0.5630052306229196;object-fit:cover;width:190px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.47.00.jpg 563w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-06.47.00-169x300.jpg 169w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So bin ich deutlich fr\u00fcher am Dom als n\u00f6tig. H\u00e4tte ich doch eine Bahn sp\u00e4ter nehmen und noch eine halbe Stunde l\u00e4nger schlafen k\u00f6nnen. Aber sei\u2019s drum. So bleibt wenigstens gen\u00fcgend Zeit, mich in Ruhe umzuziehen, meine Tasche abzugeben und mich anschlie\u00dfend auf den etwa zwei Kilometer langen Weg \u00fcber den Rhein nach Deutz zum Start zu machen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.07.19.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-585\" style=\"aspect-ratio:0.5630018233581779;object-fit:cover;width:190px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.07.19.jpg 563w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.07.19-169x300.jpg 169w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit jedem Meter werden es mehr Menschen. Aus einzelnen L\u00e4ufern werden Gruppen, aus Gruppen wird irgendwann ein einziger gro\u00dfer Strom aus Sportlern. Alle mit demselben Ziel: Startlinie.<br>Dort angekommen stelle ich mich in den ersten Startblock. Ungef\u00e4hr zehnte Reihe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.27.12.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-586\" style=\"aspect-ratio:1.7762442335821176;width:368px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.27.12.jpg 1000w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.27.12-300x169.jpg 300w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-08.27.12-767x432.jpg 767w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Noch zehn Minuten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langsam kommt Nervosit\u00e4t auf. Heute m\u00f6chte ich eine gute Leistung abliefern. Richtig gut sogar. Allerdings f\u00fchlen sich meine Beine nicht so frisch an, wie ich es mir gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Noch f\u00fcnf Minuten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein bisschen dehnen. Uhr in den Laufmodus bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Noch zwei Minuten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pulli fliegt zur Seite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Noch eine Minute.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein letztes Gel. Ein letzter Schluck aus der Flasche. Jetzt gibt es sowieso kein Zur\u00fcck mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5 \u2013 4 \u2013 3 \u2013 2 \u2013 1 \u2026 LOS!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">23.000 L\u00e4ufer setzen sich in Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten paar hundert Meter sind eng. Sehr eng. \u00dcberall Beine, Arme, Ellbogen. Man versucht irgendwie, seinen Rhythmus zu finden, ohne jemandem in die Hacken zu treten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann, nach vielleicht 300 Metern: Meine Achillessehne zieht pl\u00f6tzlich bis in die Wade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ernsthaft? <strong>Jetzt?!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hatte die letzten Tage extra fast nichts gemacht, um m\u00f6glichst ausgeruht an der Startlinie zu stehen. Und jetzt meldet sich nach nicht einmal zwei Minuten die Achillessehne? Ein ziemlich ungutes Gef\u00fchl macht sich breit. Bitte geh einfach wieder weg. Ich laufe weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Kilometer f\u00fchrt \u00fcber die Br\u00fccke \u2013 und ist, wie k\u00f6nnte es anders sein, nat\u00fcrlich viel zu schnell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3:45 min\/km.<\/strong> Ups. Aber es f\u00fchlt sich erstaunlich okay an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Kilometer Richtung Neumarkt ebenfalls ungef\u00e4hr in diesem Tempo. Sp\u00e4testens jetzt meldet sich der vern\u00fcnftige Teil meines Gehirns: Vielleicht w\u00e4re es eine gute Idee, nicht bereits auf Kilometer zwei den Halbmarathon zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also nehme ich minimal Tempo raus. Und pl\u00f6tzlich finde ich meinen Rhythmus. 3:49. 3:51. 3:50.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kilometer laufen fast wie mit Metronom. Immer um die 3:50 min\/km, plus\/minus zwei Sekunden. Die F\u00fcnf-Kilometer-Marke kommt. <strong>19:04 Minuten.<\/strong> Uiuiui. Das ist schnell. Sehr schnell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz \u00fcberschlage ich, was das bedeutet und stelle mir die entscheidende Frage:<br>Kann ich das wirklich noch 16 Kilometer durchhalten?<br>Mir scheint die Sonne ins Gesicht. Und irgendwie ist die Antwort pl\u00f6tzlich ganz einfach. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>All in or nothing.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-20.05.13.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-587\" style=\"width:190px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-20.05.13.jpg 750w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-20.05.13-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also weiter. Das Feld hat sich inzwischen etwas auseinandergezogen. Endlich ist Platz zum Laufen. An der Verpflegungsstelle schnappe ich mir etwas Wasser und halte den Rhythmus. Nach etwa einer halben Stunde kommt das erste Gel. Kurz danach habe ich tats\u00e4chlich das Gef\u00fchl, dass wieder etwas mehr Kraft in die Beine kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zweiten f\u00fcnf Kilometer sind mit 19:24 Minuten minimal verhaltener.<br>Dann die 10-Kilometer-Marke. <strong>38:30 Minuten.<\/strong> Das ist klarer Bestzeitkurs.<br>Das Problem daran: Ich bin noch nicht einmal bei der H\u00e4lfte.<br>Also nicht rechnen. Einfach laufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht Richtung Rudolfplatz. Zum zweiten Mal heute.<br>Und Rudolfplatz bedeutet: Stimmung.<br>Die Strecke ist auf beiden Seiten abgesperrt, Musik dr\u00f6hnt \u00fcber die Stra\u00dfe, \u00fcberall stehen Menschen, klatschen, schreien und feuern uns an. Mein Name steht gro\u00df auf meiner Brust, und immer wieder h\u00f6re ich ihn aus der Menge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGUIDO!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eKOMM, GUIDO!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gibt jedes Mal einen kleinen Schub. Es l\u00e4uft. Aber inzwischen merke ich meine Beine. In der Schleife durch Ehrenfeld gebe ich trotzdem noch ein kleines bisschen Gas. Nicht viel. Nur gerade genug, um mir selbst zu zeigen, dass noch etwas da ist.<br>Die dritten f\u00fcnf Kilometer gehen wieder in <strong>19:10 Minuten<\/strong> weg. Das Ding l\u00e4uft.<br>Dann geht es auf die Innere Kanalstra\u00dfe. Vier Spuren. Breit. Gerade. Und pl\u00f6tzlich: fast niemand. Nach der Lautst\u00e4rke am Rudolfplatz wirkt es hier beinahe gespenstisch. Keine Zuschauermassen, kaum andere L\u00e4ufer direkt neben mir. Nur Stra\u00dfe. Und meine Gedanken. <strong>Mach weiter.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-12.10.41.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-588\" style=\"width:190px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-12.10.41.jpg 563w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-12.10.41-169x300.jpg 169w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Links. Rechts. Links. Rechts. <strong>Ich glaube dran.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nehme mein letztes Gel. Noch f\u00fcnf Kilometer. 5.000 Meter. Nein. Das klingt viel zu weit. <br><strong>Noch f\u00fcnf Kilometer.<\/strong><br>Besser. Trotzdem ziehen sie sich. Ein L\u00e4ufer \u00fcberholt mich. Ich versuche mich dranzuh\u00e4ngen und erh\u00f6he das Tempo. Keine gute Idee. Nach kurzer Zeit merke ich, dass das gerade ziemlich zuverl\u00e4ssig schiefgehen k\u00f6nnte. Also Vernunft einschalten, wieder ein paar Meter zur\u00fcckfallen lassen und meinen eigenen Rhythmus laufen.<br><strong>Noch vier Kilometer.<\/strong><br>Es geht auf die Ringe. Und pl\u00f6tzlich sind die Menschen wieder da. Die Strecke wird voller, die Ger\u00e4uschkulisse lauter und die Beine schwerer. Ein Blick auf die Uhr. Eigentlich war <strong>Sub 1:23<\/strong> das Ziel. Aber jetzt wird mir klar: <strong>Sub 1:22 ist drin.<\/strong> F\u00fcr einen kurzen Moment bekomme ich G\u00e4nsehaut. Okay. Dann holen wir uns das jetzt. <br><strong>Noch drei Kilometer.<\/strong><br>Ab Kilometer 19 erh\u00f6he ich das Tempo. Aus den konstanten 3:50ern werden wieder <strong>3:45 min\/km<\/strong>. F\u00fcnf Sekunden. Klingt l\u00e4cherlich. F\u00fchlt sich nach fast 19 Kilometern allerdings ungef\u00e4hr so an, als h\u00e4tte jemand den Schwierigkeitsgrad von \u201eunangenehm\u201c auf \u201ewarum mache ich diesen Schei\u00df eigentlich?\u201c gestellt. Meine Beine brennen. Das kann noch richtig in die Hose gehen. Aber auf den Ringen tr\u00e4gt einen die Zuschauermenge. \u00dcberall Menschen, \u00fcberall Rufe, \u00fcberall L\u00e4rm. Wieder Rudolfplatz. Diesmal links Richtung Neumarkt.<br><strong>Noch zwei Kilometer.<\/strong><br>Die Zuschauermassen werden wieder weniger. Und damit wird es sofort z\u00e4her. Jetzt gibt es nichts mehr, was mich ablenkt. Nur noch meine Beine, meine Atmung und die Uhr. Am Neumarkt liegt die Verpflegungsstelle etwas au\u00dfen in der Kurve. Kurz schie\u00dft mir ein Gedanke durch den Kopf:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Noch etwas trinken?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kostet bestimmt zwei Sekunden. Nein. Heute nicht. <strong>Vollgas weiter.<\/strong><br><strong>Der letzte Kilometer.<br><\/strong>Es geht auf die Hohe Stra\u00dfe. Alles ist abgesperrt, aber \u00fcberraschend wenige Menschen stehen hier. Dazu Kopfsteinpflaster. Perfekt. Meine F\u00fc\u00dfe hatten auf glattem Asphalt schon langsam Schwierigkeiten, vern\u00fcnftig zu funktionieren. Jetzt soll ich also mit m\u00fcden Beinen \u00fcber Kopfsteinpflaster sprinten. Blo\u00df nicht umknicken. Ich fokussiere den Boden. Schritt f\u00fcr Schritt. Nicht nachlassen. Dann geht es Richtung Dom. Und pl\u00f6tzlich werden die Menschen wieder mehr. Viel mehr. Es wird laut. Richtig laut. Die letzte Kurve. Und da ist er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der rote Teppich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Blick wird schmal. Alles um mich herum beginnt langsam unscharf zu werden. Ich sehe eigentlich nur noch diesen Zielkanal vor mir. Es ist ein Gef\u00fchl einen Raum zu betreten und die Welt h\u00e4lt an. Das muss noch 200 Meter reichen. Mehr verlange ich von meinem K\u00f6rper nicht mehr. Die Zeit scheint nicht weiterlaufen zu wollen. Mein Blick geht zur Uhr. <strong>1:21:30&#8230;31&#8230;32&#8230;33 <\/strong>Und pl\u00f6tzlich realisiere ich: <strong>Das klappt.<\/strong> Nicht nur Sub 1:23. Nicht nur irgendwie Bestzeit. <strong>Sub 1:22!<\/strong> <br>Aus den Lautsprechern h\u00f6re ich meinen Namen. Noch 20 Meter. Die Beine sind leer. Noch zehn. An der Seite springt jemand mit einem Schild \u00fcber dem Kopf was ich nicht mehr lesen kann. Komm. Noch ein paar Schritte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ZIEL.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich stoppe die Uhr. <strong>1:21:45 Stunden.<\/strong> Die Kraft ist schlagartig weg. Ich sinke auf den Boden. F\u00fcr ein paar Sekunden ist mir eigentlich alles egal. Ich bin einfach nur froh, dass ich keinen einzigen Meter mehr laufen muss. Dann schaue ich noch einmal auf die Uhr. <strong>1:21:45h<\/strong> Halbmarathon. Ein Schnitt von ungef\u00e4hr <strong>3:52 min\/km<\/strong>. Krass. Das war ganz sch\u00f6n schnell.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-09.57.43.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-589\" style=\"width:190px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-09.57.43.jpg 563w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-09.57.43-169x300.jpg 169w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Morgens um sechs hatte ich noch halb schlafend mit einem Nutella-Bananen-Toast in der K\u00fcche gestanden. Nach 300 Metern hatte meine Achillessehne beschlossen, mir einen kleinen Herzinfarkt zu verpassen. Nach f\u00fcnf Kilometern war ich mir nicht sicher, ob ich gerade vollkommen \u00fcberziehe. Nach zehn Kilometern war klar, dass heute etwas gehen k\u00f6nnte. Und f\u00fcnf Kilometer vor dem Ziel begann der eigentliche Kampf. Am Ende blieb nur eine Entscheidung: <strong>All in or nothing.<\/strong> Heute war es all in. Und es hat sich verdammt noch mal gelohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>K\u00f6lner Halbmarathon 2026 \u2013 1:21:45 h.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr ein Rennen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"603\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-14.48.59.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-590\" style=\"aspect-ratio:0.6030098866775084;object-fit:cover;width:283px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-14.48.59.jpg 603w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/2026-10-04-14.48.59-181x300.jpg 181w\" sizes=\"auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Screenshot<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6lner Halbmarathon 2026 \u2013 All in or nothing 6:00 Uhr. 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