{"id":233,"date":"2019-07-09T18:00:00","date_gmt":"2019-07-09T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/challenge-roth-2019\/"},"modified":"2026-09-25T16:27:45","modified_gmt":"2026-09-25T14:27:45","slug":"challenge-roth-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/challenge-roth-2019\/","title":{"rendered":"Challenge Roth 2019"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">09.07.2019 Challenge Roth 2019<br \/>Triathlon &#8211; IRONMAN Distanz<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p>Die Geschichte um diesen Triahtlon begann bereits vor drei Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mich hat schon immer diese Distanz fasziniert und gerade Roth als das Mekka des Langdistanz-Triahtlons. Hier findet der gr\u00f6\u00dfte Wettkampf der Welt \u00fcber die IRONMAN Distanz bereits seit \u00fcber 30 Jahren statt. Dementsprechende Mythen wie den Solarer Berg oder die Ankunft im eigens aufgebauten Finish-Line-Station sind in der Szene auf den must-have Listen ganz weit oben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2017 habe ich meinen ersten Versuch gestartet. In kurz war nach einem f\u00fcr mich guten Schwimmen und auch guten Radpart nach 12km auf der Laufstrecke die Kraft zu Ende. Zwar k\u00e4mpfte ich mich nach insgesamt 11:27h ins Ziel aber der Einbruch auf meiner Paradedisziplin \u00fcberschattete die Freude \u00fcber das gute Finish. Ich hatte also noch eine Rechnung offfen&#8230;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Familie, welche mich schon 2017 hervorragend unterst\u00fctzt hatte wollte auch dieses Mal wieder dabei sein, und so ging es ein Jahr vor dem Event in die Vorbereitung. Die erste H\u00fcrde war, wie immer, erst einmal die Anmeldung zu schaffen. Ausgebucht in 40 Sekunden ist der absolute Wahnsinn. Nachdem ich meine Anmeldebest\u00e4tigung hatte ging es darum eine Unterkunft zu buchen. Da mein &#8222;Fan-Club&#8220; seit 2017 zugelegt hat, ging es darum f\u00fcr 7 Erwachsene und 3 Kinder eine Unterkunft zu suchen. Hier wurden wir wieder am Brombachsee f\u00fcndig.<\/p>\n<p>Ab hier begann dann auch die wirkliche Vorbereitung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-170\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4099466_logo_challenge-roth.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4099466_logo_challenge-roth.jpg 350w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4099466_logo_challenge-roth-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<p>Aufbauend auf den letzten Jahren hatte ich im Winter viel Laufen und auch auf der Rolle trainiert. Dazu habe ich dieses Jahr viele Fahrten ins B\u00fcro mit dem Fahrrad absolivert. Meine Gesamtleistung f\u00fcr 2019 w\u00fcrde sich auf 3000km Laufen und 5000km auf dem Rad summieren. Das Schwimmen habe ich etwas vernachl\u00e4ssigt, da mir das Training nicht viel Spass macht, und es wesentlich aufwendiger als die anderen Disziplinen ist. Als Vorbereitungswettk\u00e4mpfe standen Indeland und Kraichgau an. Berichte von dort habe ich ja schon geschrieben. Die Form bis zum Sommer sah ganz gut aus, so dass es kurz vor dem Wettkampf ins Tapering ging.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Noch zwei Wochen&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;das bedeutet vor einer Langdistanz das Tapern beginnt. Auf deutsch: Die Umf\u00e4nge im Training gehen deutlich zur\u00fcck und man l\u00e4sst dem K\u00f6rper die M\u00f6glichkeit Kraft zu sammeln. Das ist wirklich gar nicht so einfach. Man f\u00fchlt sich TOP fit, darf es aber nicht rauslassen. Immer sch\u00f6n kurz laufen, mal etwas schnell, aber wenn es sich gut anf\u00fchlt eigentlich schon wieder rausnehmen, es geht ja darum Kraft zu tanken.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Noch eine Woche&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;das Kribbeln wird st\u00e4rker. Abfahrt mit der Tross nach Roth ist bereits am Dienstag.um die Reisestrapazen nicht kurz vor dem Wettkampf zu haben. Ich habe dann den Wohnwagen geholt und alle Dinge die ich brauchen k\u00f6nnte eingepackt und dann ging es am ab nach Roth. Das Wetter scheint gut zu werden, hoffentlich nicht zu gut aber man kann es eh nicht \u00e4ndern. Man muss nehmen was kommt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Noch 4 Tage&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; Ankunft in Roth. Die Unterkunft war in der N\u00e4he von der von 2017 am Brombachsee. Meine ganze Familie ist mitgekommen, was mich wieder total gefreut hat. Helena und die Jungs, meine Mutter, meine Schwiegereltern, Schwester mit Schwager und Kind. Wir sind zusammen eine Woche hier und werden dann den Sonntag gemeinsam erleben. Der gemeinsame Speiseplan wird bis Sonntag eine Variation verschiedener Nudelgerichte sein. Stichtwort &#8211; Carboloading. M\u00f6glichst viele Kohlenhydrate f\u00fcr das Rennen im K\u00f6rper speichern.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Noch 3 Tage&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; erst einmal den Wohnagen zum Schwimmstart bringen. Eigentlich bringe ich den nur f\u00fcr eine Nacht mit, damit ich vor dem Start nicht so fr\u00fch aufstehen und mit dem Auto anreisen muss. Neben der Wechselzone eins gibt es eine gro\u00dfe Wiese die f\u00fcr Camping bereitgestellt wird.\u00a0 Wohnwagen steht, auf gehts zur\u00fcck zur Registrierung und die Startunterlagen abholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Besuch am Ziel. Das Stadion wird noch aufgebaut und auf der Triathlonmesse herscht reges treiben. Der Wahnsinn wie viele Beutel in der Registrierung liegen. Zwei nette junge Frauen im Dirndl \u00fcberreichen mir nach dem Check meines Transponders meinen Beutel. Neben den Startunterlagen gibts noch ein Starnummernband, eine Kappe, ein Chipband, einen Wechselzonenrucksack und noch ein paar Dinge. Am Ausgang h\u00e4ngt die Finisher Medaille von diesem Jahr. Das ist das Ziel f\u00fcr Sonntag. Nach einem kurzen Gang \u00fcber die Messe gehts zur\u00fcck zur Unterkunft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-224\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth1-rotated.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth1-rotated.jpg 375w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Noch 2 Tage&#8230;<\/h3>\n<p>&#8230; heute morgen ist Testschwimmen im Kanal. Da dieser eine Schiffahrtsstrasse ist, ist das schwimmen normalerweise verboten (und wird mit Rennausschluss bestraft) Also nutze ich das Zeitfenster um im leichten Regen einen Kilometer locker zu kraulen. Es sind schon wahnsinnig viele Athleten im Wasser. Der Test verl\u00e4uft gut, so dass ich mich gem\u00fctlich umziehe und um 9 Uhr zur Wechselzone gehe. Ich kenne das ja alles bereits von vor zwei Jahren, aber das Gef\u00fchl wenn man hier vor Ort ist kann man gar nicht beschreiben. Ich bekomme beim tippen dieser Zeilen schon wieder G\u00e4nsehaut wenn ich daran denke.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Noch 1 Tag&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; morgen geht`s los. Das Rad und den Laufbeutel muss ich bis 16 Uhr in der Wechselzone 1 abgeben. Also drei mal die drei Beutel f\u00fcr Schwimmen, Rad und Laufen gepackt und gecheckt, dass ich auch nix vergesse. Dieses Jahr fahre ich alleine zumeinchecken. Das war im letztem Jahr etwas stressig. Ich stelle ich mein Rad auf und geniesse etwas die Atmosph\u00e4re. Es herrscht hektisches Treiben und man kann eine gewisse Spannung sp\u00fcren. Jetzt muss ich noch\u00a0 nach Roth ins Ziel. Da ist um 17 Uhr Wettkampfbesprechung. Die Besprechung gibt keine neuen Infos zu denen die ich schon hatte. Ich machen mich auf den Weg zur Unterkunft um noch mit der Familie zu Abend zu essen. Danach fahre ich zum Wohnwagen an den Start. Ich gehe nochmal in der D\u00e4mmerung ans Wasser und zur Wechselzone. Die Dunkelheit senkt sich langsam \u00fcber die Szenerie, unterbrochen von den Flutlichtscheinwerfern, die die Wechselzone in gleissendes Licht tauchen. Dazwischen die Securityleute, die die R\u00e4der bewachen. Zur\u00fcck im Wohnwagen checke ich zum 100. Mal meine Sachen f\u00fcr morgen und lege mir schon mal meine Verpflegung f\u00fcrs Rad zurecht. Die Nacht wird wieder etwas unruhig aber ich konnte etwas schlafen. Die Aufregung macht sich langsam bemerkbar.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">RACEDAY&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8230; als ich wach werde h\u00f6re ich es auf dem Dach trommeln. Regen. Ich checke die Wetter APP und denke mir: Das darf doch nicht wahr sein. An DEM Tag kann es doch nicht regnen. Der Forecast sagt, dass es ab Neun Uhr aufh\u00f6ren soll. Mal sehen, kann man eh nicht \u00e4ndern. Ich schnappe mir einen Schirm und gehe in die Wechselzone. Als erstes statte ich meine Fahrrad mit der Verpflegung aus und checke nochmal alles. Reifendruck &#8211; Tacho &#8211; Schaltung. Alles in Ordnung. Dann fange ich mich an umzuziehen. Der Regen h\u00f6rt fast auf. Ab in den Neo und gut alle kritischen Stellen einschmieren. Ich bringe meinen Beutel mit dem Wechselklamotten und gucke nochmal ob ich den Fanclub finde. Kurz bevor ich zum Start gehe sehe ich alle am Zaun und gehe nochmal hin. Es wird mir viel Gl\u00fcck gew\u00fcnscht und ich mache mich auf zum Startbereich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch f\u00fcnf Minuten bis zum Start&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich checke in meinem Block ein und stehe mir 200 Athleten kurz vor dem Wasser. Wir d\u00fcrfen nun zur Startlinie schwimmen. Der Kanal ist angenehm erfrischend. Ich lasse das Wasser durch den Neoanzug gleiten und richte ihn noch etwas aus. Gleich geht`s los. Dann wird sich zeigen ob ich genug trainiert habe. Ich versuche noch die Familie am Ufer zu ersp\u00e4hen, da ert\u00f6nnt wieder der Kanonenchlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">START. SWIM<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-225\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth2.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth2.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich versuche m\u00f6glichst locker loszuschwimmen und halte mich erst einmal am Rand des Feldes auf. Die Taktik geht gut auf und ich komme ohne gro\u00dfen &#8222;Feindkontakt&#8220; in meinen Rhytmus. Ziel ist es einfach locker durchzuschwimmen und nicht zuviel Kraft zu verschwenden. Nach 1,5km komme ich zur ersten Wende. Ich f\u00fchle mich noch gut. Jetzt geht es zwei Kilometer nur geradeaus. Die Strecke zieht sich etwas aber ich komme best\u00e4ndig dem Startbereich auf der anderen Seite des Kanls n\u00e4her. Hier gehts gleich aus dem Wasser, noch knapp 20 Minuten. Etwas neidisch schiele ich auf die Athleten die bereits aus dem Wasser steigen. Es geht jetzt unter der Br\u00fccke durch, \u00fcber die ich gleich dreimal mit dem Rad fahren werden. Am Ufer und auf der Br\u00fccke stehen soooo viele Menschen. Es ist der Wahnsinn. An der Wende angekommen gebe ich etwas Gas mit den Beinen. Ein bischen Blut in die unteren Extremit\u00e4ten pumpen. Nach 1:14 komme ich aus dem Wasser (Meine Uhr zeigt 3,95km) und der erste Part ist erledigt. Eine Minute unter meinem Ziel und nur knapp zwei Minuten langsamer als vor zwei Jahren. Das Rennnen hat gut angefangen! Ich greife meinen Beutel und ab geht`s ins Wechselzelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-226\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth3.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth3.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth3-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">WZ1<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Wechselzelt k\u00fcmmert sich direkt jemand um mich. Ich habe quasi einen pers\u00f6nlichen Assistenten. Nachdem ich mich aus dem Neo gepellt habe, ziehe ich schnell Socken, Radschuhe und Helm an. Im Gegensatz zum letzten Jahr\u00a0 habe ich dieses Mal einen Einteiler an, und mir diesem auch schon vor dem Schwimmen angezogen. Das spart Zeit. Dann geht`s raus aus dem Zelt zum Rad. Auf dem Weg dr\u00fccke ich mir noch eine halbe Banane rein. Nach der Markierung schwinge ich mich auf das Rad und fahre unter dem BikeStart Bogen durch. Direkt daahinter feuert mich Helena an. In der ersten Kurve steht meine Mutter und danach der Reest des Fanclubs. Nur noch 180km auf dem Rad&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-227\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth31.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth31.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth31-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">BIKE<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0Auf dem Rad achte ich am Anfang sehr stark, dass meine Leistung im geplanten Bereich bleibt. Vor zwei Jahren habe ich hier auf jeden Fall zuviel Gas gegeben. Es liegen knapp 200 Watt an und es f\u00fchlt sich so leicht. Aber mehr darf ich nicht, sonst wird es sich in ein paar Stunden auf dem Marathon r\u00e4chen. Ich muss mich also richtig zur\u00fccknehmen und bin auf den ersten 40km etwas langsamer als bei der Premiere. Das Wetter ist etwas frisch und es regnet. Das war so nicht vorhergesagt und ich frage mich wie das so weitergeht. Meine F\u00fc\u00dfe sind seit dem Schwimmen nass, da aufgrund des Regens das Wasser von oben in die Radschuhe l\u00e4uft. Auf den Abfahten werden die F\u00fc\u00dfe richtig kalt. Bei km38 geht`s runter nach Greding und der Himmel klart etwas auf. Auf dem langen Anstieg gucke ich auch wieder penibel auf den Wattmesser und fahre viel langsamer als mein Gef\u00fchl mir sagen w\u00fcrde den Berg hoch. Auf der Kuppe ist die Strasse wieder trocken. Das war echt eine Erleichterung, da danach die l\u00e4ngste und schnellste Abfahrt folgt, und dass bei Regen echt nicht witzig ist. Aber die Strassenverh\u00e4ltnisse sind gut und es wird auch etwas w\u00e4rmer. N\u00e4chstes Ziel ist Hiltpoltstein wo die Familie das n\u00e4chste mal steht. Der Solarer Berg treibt mir wieder die Tr\u00e4nen in die Augen. Das Gef\u00fchl hier hochgeschrien zu werden ist unglaublich. Nach einer kleinen Schleife geht`s wieder zur\u00fcck durch Hiltpoltstein an der Familie vorbei. Just in dem Moment wo ich meine Fanclub am Streckenrand sehe \u00fcberhole ich gerade einen anderen Teilnehmer. In dem L\u00e4rm, den die Zuschauer an der Stelle machen, bekomme ich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-228\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth4.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth4.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth4-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Weile ist es schon ganz sch\u00f6n hei\u00df geworden. Die ersten 90km fahre ich jetzt mit einem Schnitt von 33km\/h. Das bedeutet ich bin 20 Minuten schneller als ich geplant habe. Da ich langsam die Beine merke versuche ich ein wenig rauszunehmen. Eigentlich wollte ich auf der ersten Runde nur einen 30er Schnitt fahren. Hoffentlich r\u00e4cht sich das hinten raus nicht. Der Weg nach Greding verl\u00e4uft recht Problemlos und gerade auf den flachen St\u00fccken mit Gegenwind versuche ich locker auf dem Rad zu bleiben. Greding ist wie in der ersten Runde wieder stimmungsm\u00e4ssig super. Aus dem Sattel rauskommen tut bei Kilometer 127 auch ganz angenehm. Nachdem ich den l\u00e4ngsten Anstieg zum zweiten Mal erklommen habe denke ich auf der Abfahrt nach Oberm\u00e4ssing schon wieder an das dritte Treffen mit der Familie. Das sind noch gut 20km, also nicht mehr lang. Die Sonne brennt und ich nehme bei jeder Verpflegungsstelle neue Fl\u00fcssigkeit auf. Das ISO habe ich zwei Mal probiert und es ist nicht so mein Fall, also bleibe ich bei Wasser womit ich mein Gel-Gemisch aus der eigenen Flasche runtersp\u00fcle. Kurz vor Hiltpolttein kommt das \u00fchrungsmotorrad an mir vorbei. Das bedeutet die Spitze kommt gleich. Kurze Zeit sp\u00e4ter knallt Niels Frommhold auf seiner Zeitfahrmaschine an mir vorbei. Das ist schon cool mit den Profis in einem Rennen zu fahren. Ich sage mir noch, der ist ja auch \u00fcber eine Stunde vor mir gestartet, soooo viel schneller ist der also gar nicht \ud83d\ude09 Bei der Einfahrt nach Hiltpoltstein suche ich nach meinem Fanlclub und sehe ihn auch schon von weitem wie er jubelnd am Rand steht. Spitzen Verein! Danach geht`s zum zweiten Mal nach Solar hoch. Das ist so unbeschreiblich cool und wirklich einer der besten Momente des Triathlons! Oben gibt`s zum ersten Mal Cola bei der Verpflegung und ich trinke direkt ein paar gro\u00dfe Schl\u00fccke und nehme noch eine Wasserflasche f\u00fcr die letzten 20km auf. Nach ein paar Minuten sehe ich wieder das F\u00fchrungsmoped. Diesmal am Rand. Niels steht an seinem Rad im Graben mit noch jemandem. Krass. Sp\u00e4ter erfahre ich, dass er mit einer 70j\u00e4hrigen Age-Grouperin zusammengestossen ist und beim Sturz der Lenker gebrochen ist. Ganz sch\u00f6n bitter, vor allem auch bei dem Vorsprung. Ich runde mich also zur\u00fcck und sehe am Ende der zweiten Runde zum vierten Mal meine Familie. Wieder ausgelassenes Anfeuern und ich weis es sind nur noch gut 10 Kilometer nach Roth. Auf dem Weg in die Wechselzone 2 nehme ich noch mal orderntlich raus, es muss ja noch ein wenig gelaufen werden. Trotzdem bekomme ich bei km 179 einen Krampfansatz im rechten hinteren Oberschenkelmuskel. So ein Dreck, das muss echt nicht sein. Ich versuche den Muskel etwas zu dehnen, was sich aber auf dem Rad als nicht so einfach herausstellt. Da kommt auch schon die Wechselzone und ich freue mich dass der Radsplit mit 5:34h fast 26 Minuten schneller als geplant ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-229\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth5.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth5.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth5-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">WZ2<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Abstieg vom Rad merke ich dass die Schwerkraft ganz sch\u00f6n schwer ist und taumel etwas hilflos Richtung Wechselzelt. Das Rad wird mir sofort abgenommen (Mist, daran konnte ich mich also nur kurz festhalten) und ich bekomme kurz vor dem Zelt meinen Beutel gereicht. Im Zelt sind es gef\u00fchlte 50 Grad. Wieder eine super nette Helferin die mich beim Umziehen unterst\u00fctzt. Ich habe es dabei gar nicht so eilig und setze mich erst mal auf eine Bank und ziehe mich um. Die Helferin schmiert mich noch etwas mit Sonnencreme ein und dann geht`s auch schon wieder los. Da mir im Magen zuletzt etwas unwohl war gehe ich mal kurz aufs Klo, in der Hoffnung das Problem dort loszuwerden, aber es kommt: nix. (So sollte das auch noch einen Tag lang bleiben) Also wieder raus und die Splittaste auf der Uhr gedr\u00fcckt. Zweiter Wechsel in 4:27m.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">RUN<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Uhr zeigt nun 7:02h an als ich auf die Marathonstrecke gehe. Das bedeutet ich habe vier Stunden zeit um unter 11 Stunden ins Ziel zu kommen. Das w\u00e4re ja vorher mein Traum gewesen. Unter 12 Stunden ist OK, unter 11 w\u00e4re Perfekt. Mit der Gewissheit das heute zu schaffen eier ich auf dem ersten Kilometer rum. Laufen nach Radfahren f\u00fchlt sich so komisch an. Zum einen sind die Beine die harte Bewegung nicht gewohnt, zum anderen kommt man vom Rad wo man Geschindigkeiten bis 80km\/h und einen 32er Schnitt hatte um jetzt mit 12km\/h gef\u00fchlt wie eine Schnecke \u00fcber den Kurs zu kriechen. Nach einem Kilometer piepst die Uhr: 4:29m f\u00fcr den ersten Kilometer. Das ist vieeeeeeeel zu schnell. Also versuche ich lockerer zu laufen, was aber nicht so ganz funktioniert. Zwar sind der zweite und dritte Kilometer mit 5:04m und 5:03m langsamer, aber da ging es auch den Berg hoch. Erst bei Kilometer 4-7 werde ich etwas langsamer und laufen so mit 5:20m \u00fcber den Parcour. Der erste Wendepunkt ist am Kanal, wo man eine Zeit lang \u00fcber den staubigen Fu\u00dfweg l\u00e4uft. In der Mitte der Kanalpassage singt eine Zwei-Mann-Band (Genauer: ein Mann mit Gitarre und eine Frau am Mikro) Die sind so schlecht dass ich mich frage ob die beabsichtigt zur Motivation dort sind, frei nach dem Motto: Bloss schnell weg hier. Es sind wirklich viele Verpflegungsstellen und auch \u00fcberall Menschen an der Strecke. Ich merke dass das Laufen langsam immer schwerer wird und meine Zeiten auch weiter runtergehen. Aber das ist eigentlich nicht schlimm. Ich \u00fcberschlage, dass ich ja f\u00fcr 4 Stunden nur 5:45m\/km laufen muss. Also gehen die Zeiten auch in die Richtung und ich sage mir: Nur noch halten. Nach einer guten Stunde habe ich 12km rum und ich denke mir, dass das doch eigentlich echt gut ist. Bei Kilometer 12,5 steht wieder die Familie und mir wird langsam bewusst, dass ich nicht mehr lange weiterlaufen kann. Ich mache noch mal gute Miene zum b\u00f6sen Spiel und freue mich alle zu sehen. Durch Roth ist es die ganze Zeit so voll, dass man sich gar nicht traut langsamer zu machen. Bei km 13 ist man wieder aus Roth raus und es geht 1-2km bergauf durch den Wald Richtung zweitem Wendepunkt in B\u00fcchenbach. Hier kann ich nicht mehr weiterlaufen und gehe weiter. Nach einiger Zeit kommt wieder eine Verplfegunsstelle mitten im Wald und ich setzt mich mit Gel, Cola &amp; Red Bull an die Seite. Noch 30km. Was eine Scheisse. Wieso habe ich mich nur daf\u00fcr angemeldet. Im Kopf sehe ich meine SUB11 verschwinden und bin zutiefst entt\u00e4uscht von mir. Um das Laufen habe ich mir nie sorgen gemacht. Letztes Jahr den Marathon in 3:10h gelaufen und echt fit auf den Beinen. Laufen ist beim Triathlon immer meine st\u00e4rkste Disziplin wo ich viele Leute \u00fcberhole. Und jetzt: Der Tank ist leer. Pl\u00f6tzlich eine Stimme: &#8222;Are you OK?&#8220; Ich blicke auf. Eine Engl\u00e4nderin beugt sich zu mir runter und sagt: &#8222;Believe in you, you have the strenght inside!&#8220; und zieht mich hoch. Ich fange wieder an zu gehen und sie l\u00e4uft weiter. In meinem Kopf verdr\u00e4ngt ein Gedanke die Entt\u00e4uschung \u00fcber das Verpassen der SUB11. Du willst diese Scheiss Medaille im Ziel und ins Stadion laufen. Egal wie lange es noch dauert, da komme ich an! LOS. Also fange ich wieder an zu laufen. Die Beine sind so etwas von schwer und ich sage mir: Nur noch 30km. Haha. Nur&#8230; Etwas sp\u00e4ter sehe ich von hinten die Engl\u00e4nderin, die mir eben aufgeholfen hat. Auch sie geht. Ich klopfe ihr auf die Schulter und sage nur: &#8222;Believe in you, you have the strenght inside!&#8220; Sie lacht mich an und beginnt auch wieder zu laufen. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch und sind bis B\u00fcchebach zusammen unterwegs. Sie sagt es w\u00e4re ihre vierte Langdistanz aber sie w\u00e4re noch nie gegangen. Mit der Weile ist es auch richtig heiss und ich gehe bei den Verpflegungsstellen komplett durch um mich in Ruhe zu verpflegen. Immer ein Gel, Cola, Red Bull und am Ende etwas Wasser um die ekelhaft s\u00fcssen Geschmack im Mund ein wenig rauszubekommen. Dazu auch immer zwei frische Schw\u00e4mme mit kaltem Wasser in den Nacken und auf die Schulter unter das Trikot. B\u00fcchenbach ist als Stimmungsnest auch super. Zuerst geht`s in das kleine D\u00f6rfchen und dann um einen kleinen See herum und wieder zur\u00fcck. Die Strecke durch den Wald ist dank des Schattens eigentlich sehr angenehm und geht in der Richtung nach Roth auch kontinuirlich bergab. In einem Kilometer steht wieder die Familie und ich weis nicht wie ich ihr sagen soll, dass es nicht l\u00e4uft. Ich denke mir noch eine Formulierung wie: Ich bin mehr Wackelpuding als Iron, aber bekomme als ich da bin eigentlich nichts raus. Zu gro\u00df ist da wieder die Entt\u00e4uschung \u00fcber meine Lauf-Leistung. Ich rufe ihnen aber noch zu, dass ich das schaffen werde und k\u00e4mpfe mich weiter. Die Taktik ist: zwischen den Verpflegungsstellen laufen, und darin in Ruhe auftanken. Der Halbmarathon ist in etwas mehr als zwei Stunden vorbei. Ich rechne noch kurz: Das mal zwei und es k\u00f6nnte doch noch reichen, aber mir wird auch sofort bewusst, dass das an den ersten 12 Kilometern liegt. Also neues Ziel: SUB12. Ich rehne mir ab jetzt immer aus, ab wann ich bis ins Ziel gehen kann, um das noch zu schaffen. Aktuell noch knapp 3 Stunden f\u00fcr 21 Kilometer. Da muss ich noch etwas laufen. Der Weg wieder zum Kanal hoch ist echt hart, die lange Steigung zieht sich und ich bin froh als es wieder flacher wird. Am Kanal spielt immer noch die Spitzen Band. Mann ist das schlecht. Nach der Wende und der Verpflegung geht`s wieder runter nach Roth. Noch 3 Kilometer bis zur Familie durch die Innenstadt am Marktplatz vorbei. Die Stimmung am Rand nehme ich nicht mehr so voll war. Mein K\u00f6rper schaltet langsam in der \u00dcberlebensmodus. Bei Kilometer 32 umarme ich jeden aus meiner Familie und bedanke mich f\u00fcr die super Unterst\u00fctzung heute. Alle schauen etwas verdutzt, aber de Zeit ist mir zu diesem Zeitpunkt total egal. Ich weis, dass ich das schaffen werde und ich weis dass ich unter 12 Stunden bleiben werde. Nur noch 10 Kilometer. Die Steigung nach B\u00fcchenbach nehme ich bewusst mit einer Gehpassage um nicht zu viel Kraft zu verschwenden. Die Runde um den See l\u00e4uft wesentlich besser als bei der ersten Runde und ich weis von hier gehts quasi direkt ins Ziel. Nur noch f\u00fcnf Kilometer. Bei unserem Treffpunkt sehe ich nur noch Helena und Henry und meine Mutter. Ich umarme meine Fraun noch einmal und sage: Gleich habe ich es geschafft. Es ist nicht mehr weit. Als ich 15 Meter weiter von einer Frau einen Cola-Becher entgegennehme sagt sie zu mir: &#8222;Der kleine hat gerade total s\u00fc\u00df gewunken.&#8220; Ich drehe mich noch mal um und winke den beiden zu. Die letzten Kilometer kommen irgendwoher Kr\u00e4fte, die ich gerne fr\u00fcher gehabt h\u00e4tte. Ich biege von der Runde ab Richtung Zielstadion, h\u00f6chstens noch ein Kilometer. Ich drehe mich um und lasse etwas Abstand zu meinen Vorderleuten auf der Strecke. Ich will den Moment im Stadion geniessen und nicht in einem Pulk einlaufen. Kurz vor dem Stadion sind Sabrina und Michael und feuern mich noch einmal an. Und dann ist es soweit. Ich erreiche das Stadion. &#8222;Welcome to the home of triahlon!&#8220; \u00dcber den roten Teppich drehe ich meine Runde und kann es gar nicht richtig fassen. Ich habe es geschafft. 3,8km Schwimmen &#8211; 180km Rad &#8211; 42,2km Laufen &#8211; 226 Kilometer. Ich laufe durch den Zielbogen bei 11:27h und bekomme meine Medaille umgeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-230\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth6.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth6.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth6-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz sch\u00f6n schwer das Teil. Ob wegen der Medaille oder aufgrund totaler Ersch\u00f6pfung zieht es mich auf den Boden und ich bin froh mich gerade nicht mehr bewegen zu m\u00fcssen. Nach einer Weile des Stimmung geniessens im Stadion begebe ich mich in Richtung Versorgungszelt. Als ich gerade \u00fcber den Steg gehe sehe ich meine Schwester und Michael die mir als erste gratulieren. Ein erstes Zielfoto f\u00fcr die anderen, damit die Wissen ich bin lebend angekommen. Hinter mir werden in der kurzen Zeit zwei Athleten auf einer Bare vorbeigetragen. Das Wetter und der Wettkampf fordern ihren Tribut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-231\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth7.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth7.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth7-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Versorgungszelt versuche ich etwas zu mir zu nehmen, aber es ist alles ekelhaft. Von der ganzen Gels, Cola &amp; Red Bull habe kann ich echt nix s\u00fcsses mehr sehen. Wasser geht auch nicht mehr. Mir ist einfach grunds\u00e4tzlich etwas schlecht. Also hole ich meinen Beutel und gehe Duschen. Etwas wakelig aber zufrieden komme ich aus der Dusch und ziehe mir trockene Kleidung an. Das tut gut. Ein Blick auf das Handy: 156 neue WhatsApp nachrichten. Das meiste Gl\u00fcckw\u00fcnsche. Krass wieviele das am Ticker mitverfolgt haben. Ich mache mich auf dem Weg zu meiner Familie. Im Schatten eines Baumes lasse ich mich ins Gras fallen und nehme meinen Sohn in den Arm. Er hat von Helena ein Shirt bekommen wo &#8222;Mein Papa ist ein Ironman&#8220; drauf steht. Nat\u00fcrlich in rot auf schwarz. Ich muss lachen. In mir k\u00e4mpft derzeit die Entt\u00e4uschung \u00fcber die schlechte Laufleistung mit dem Stolz das ganze in 11:27h geschafft zu haben. Es sollte noch ein paar Tage dauern bis der Stolz die Oberhand gewinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-232\" style=\"text-align: justify;\" src=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth8.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"707\" srcset=\"https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth8.jpg 500w, https:\/\/guidowahl.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/2019_Roth8-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abends waren wir noch im Stadion bei der Abschlussparty. Um bis 23 Uhr kommen die letzten Teilnehmer ins Ziel und die Stimmung ist sensationell gut. Danach wurde ein kleiner Film vom Tag mit dem Titelsong Legendary gezeigt. Das Motto war ja &#8222;My Race &#8211; My Legend&#8220; und bei den Bildern l\u00e4uft mir nochmal ein Schauer \u00fcber den R\u00fccken. Zum Abschluss gibt es dann noch ein gro\u00dfes Feuerwerk welches ich mit Helena im Arm und mit Sabrina &amp; Michael anschaue. Ein traumhafter Abschluss einer Spitzenveranstalltung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle m\u00f6chte ich mich auf jeden Fall bei meiner Familie bedanken die mich bei diesem Projekt unterst\u00fctzt hat! Es war eine sch\u00f6ne Zeit in Roth mit euch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere auch Danke an Helena, die ja nicht nur die Woche vor Ort mitgemacht hat, sondern mich auch vorher unterst\u00fctzt hat so dass ich immer gut trainieren konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ziel sagte ich zu meiner Familie: Das mache ich nie wieder! Aber das Gehirn ist schon eine faszinierende Sache. Mit der Zeit vergisst man den Schmerz und nur das Gute bleibt in Erinnerung. Als ich mit Helena ein paar Tage sp\u00e4ter zu Hause einen Bericht \u00fcber Roth im Fernsehen anschaue, fragt sich mich im Anschlu\u00df ob ich immer noch dabei bleibe das nie mehr zu machen. Ich gucke sie von der Seite an und sie sagt: &#8222;Das habe ich mir schon gedacht&#8220; Irgendwannn muss ich da noch mal hin und dann schaffe ich die SUB11. Mit der Laufstrecke habe ich noch eine Rechnung offen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.07.2019 Challenge Roth 2019Triathlon &#8211; IRONMAN Distanz \u00a0 Die Geschichte um diesen Triahtlon begann bereits vor drei Jahren. Mich hat schon immer diese Distanz fasziniert und gerade Roth als das Mekka des Langdistanz-Triahtlons. Hier findet der gr\u00f6\u00dfte Wettkampf der Welt \u00fcber die IRONMAN Distanz bereits seit \u00fcber 30 Jahren statt. 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